Hundohneleine: Infos zum Hund


Krankheiten des Hundes:

Tumore und andere Schwellungen bei unseren Hunden

Uah, nun mal nicht gleich Panik schieben, wenn man mal einen Knubbel oder ähnliches beim Hund ertastet.
Ja ich weiss, fällt schwer... aber meist sind es harmlose Schwellungen, wie ein Grützbeutel oder auch mal ein Bluterguss.

Allergien:

Bei einer Allergie z.b. kann unser Hund Schwellungen über den ganzen Körper zeigen, rote Stellen, die ihn jucken, Quaddeln oder auch richtige Beulen. Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion unseres Hundes auf irgendeine Ursache. Du siehst schon an der Erklärung, daß es garnicht so einfach ist, herauszubekommen worauf unser Hund allergisch reagiert. Dies kann z.b. ein Insektenstich gewesen sein, eine Futterumstellung, das jährliche Spritzen der Bauern auf die Felder oder auch eine erblich bedingte Erkrankung.

Eine Allergie geht meist auch mit Juckreiz einher und aus den Rötungen können sich schnell Ekzeme bilden, sowohl trockene wie auch nässende. Je nachdem wie stark die Allergie ausfällt, kommt es auch zu Ausfluss aus Nase und Augen, Durchfall und Erbrechen.

Wenn es nur ein akuter Zustand ist oder man eben auch weiss, daß der Hund auf bestimmte Sachen allergisch reagiert, kann man seinem Hund helfen mit Calcium Trinkampullen und aus der Homöopathie Engystol Trinkampullen zur Unterstützung der Entgiftung des Körpers. Die Dosierung richtet sich je nach Grösse des Hundes.
Wenn dieser Zustand mehr als zwei Tage anhält oder Dein Hund deutlich leidet, würde ich einen Tierarzt aufsuchen. Durch langes Selbstrumdoktorn verschleiern wir nur die ursprüngliche Ursache und machen es unserem Tierarzt umso schwerer, die wahre Ursache zu finden und zu bekämpfen. In chronischen Fällen kann man auch mal mit seinem Tierarzt über eine Eigenbluttherapie sprechen, denn diese verspricht oftmals eine Heilung.

Eingeweidebruch = Hernie:

Bei einem Eingeweidebruch stülpen sich sackartig Darmteile oder Organe aus der Bauchhöhle hervor in einen sogenannten Bruchsack. Dieser entsteht durch anatomisch vorgeformte Schwachstellen der Bauchwand.
Diese sogenannten Brüche können verwachsen, beweglich oder auch eingeklemmt sein. Bei einer Einklemmung besteht akute Lebensgefahr. Auftreten können diese Brüche in der Nabelgegend, der Leiste, dem Hoden oder auch dem Zwerchfell.

Meist stellt man es fest, wenn man eine Beule beim Kraulen findet und diese sich leicht verstreichen lässt, gleich aber wieder auftritt. Häufig zu finden bei einem Nabelbruch eben diese haselnussgrossen Wölbungen.
Du solltest auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen!

Furunkel oder Abszess:

Ein Abzess bildet sich aus einer Eiteransammlung in einem Hohlraum, der durch die Zerstörung des umliegenden Gewebes gebildet wurde. Oft passiert dies nach einer Beisserei.
Man kann dann eine Delle fühlen, die sich heiss anfühlt und wo der Hund auch bei der leichtesten Berührung grosse Schmerzempfindlichkeit zeigt.
Ist dieser Abzess an einer Stelle wo Dein Hund nicht ran kann, kannst Du eine Zugsalbe aus der Apotheke draufschmieren, die den Eiter herauszieht. Wenn er es aber ablecken kann, solltest Du diese nicht verwenden.

Bei schlimmen Abzessen muss der Tierarzt es aufschneiden, damit die Erreger nicht in den ganzen Organismus kommen und zu einer Blutvergiftung führen. Also wenn Dein Hund auch ein schlechtes Allgemeinbefinden zeigt, bitte nicht selber rumdoktorn, sondern möglichst rasch zum Tierarzt.

Geschwulst oder Tumor:

Was ist überhaupt ein Geschwulst oder Tumor? Nun ja eigentlich ist es ein tastbarer Knoten im Gewebe, genauer gesagt: Hierbei entsteht aus Überproduktion körpereigener Zellen eine Neubildung von Gewebe. Dies kann vom eigenen Organismus nicht mehr kontrolliert werden, da dieses Tumorgewebe enthemmt wächst und auch in anderes Gewebe einfach ohne Rücksicht hineinwächst.
Gleich mal vorab, nicht jedes Geschwulst ist ein bösartiger Tumor! Hunde haben desöfteren Geschwülste, die sich als völlig harmlos herausstellen, besonders auch im Alter. Also erst einmal Ruhe bewahren und beobachten! Als kleiner Tip: notiere Dir das Datum, wann Du es festgestellt hast und die festgestellte Grösse. (lässt sich gut mit Früchten vergleichen, also haselnussgross, walnuss, usw.) Nun kontrolliere in regelmässigen Abständen, ob es sich verändert in der Grösse und schreib es Dir auf. Dies hat den Vorteil das Du Deinem Tierarzt detailierte Angaben machen kannst.
Wächst das festgestellte Geschwulst nur langsam und ist gegenüber dem anderen Gewebe gut abgrenzend fühlbar, ist dies schon mal ein gutes Zeichen, daß es sich nicht unbedingt um ein bösartiges Geschwulst handeln muss. Wächst es dagegen sehr schnell und ist kaum abgrenzbar zum anderen Gewebe fühlbar, sollte man baldmöglichst einen Tierarzt aufsuchen und es abklären lassen. Oft bilden sich nämlich bei bösartigen (malignen) Tumoren sogenannte Tochtergeschwülste (Metastasen) an anderen Stellen des Organismus.

Tumore findet man verstärkt in der Milchleiste der Hündin, an Prostata und Hoden der Rüden, um den After herum, an der Schilddrüse und in der Maulhöhle. Dies können harmlos/gutartig sein, sogenannte benigne Tumore, sie können aber auch bösartig sein, sogenannte maligne Tumore. Krebsarten bei unseren Hunden gibt es viele: Knochenkrebs, Lymphdrüsenkrebs und auch Krebserkrankungen des Immunsystems. Auch an den inneren Organen können sich Tumore bilden ( Niere, Leber, Lunge ) die wir natürlich nicht rechtzeitig erkennen und darum besonders gefährlich sind und in den meisten Fällen auch unheilbar.
Häufig auftretende verdickte Stellen sind auch bei Hündinnen zu finden während sie scheinschwanger oder läufig sind, diese sind aber meist hormonell bedingt und verschwinden nach Abklingen wieder.

Grützbeutel:

Grützbeutel findet man bei Hunden des öfteren und sind kein Grund zur Sorge. Natürlich erschrickt man zuerst, fühlt man doch erstmal nur einen Knubbel. Wenn dieser dann auch noch sehr schnell wächst, bekommt man oft Angst. Häufig stellt es sich aber dann als harmloser Grützbeutel heraus.

Hierbei sammelt sich Flüssigkeit in einem Hohlraum, einer sogenannten Kapsel, dies fühlt sich dann an wie ein mit Wasser gefüllter Beutel. Es gibt sie von haselnussgross bis hin zu der Grösse einer Faust. Will man sie entfernen, dann sollte man dies vom Tierarzt machen lassen, denn sie müssen sorgfältig entfernt werden. Ein einfaches Aufschneiden wie oft empfohlen wird, hilft nicht auf Dauer, denn es läuft dann zwar die Flüssigkeit heraus, aber diese sammelt sich dort immer wieder neu. Richtig entfernt wird die ganze Kapsel, also die Flüssigkeit mitsamt der Hülle.

Insektenstiche:

Im Normalfall wird ein Insektenstich bei unserem Hund kaum bemerkt, da der Hund sich meist nur juckt und vielleicht ein wenig unruhig durch die Juckerei ist. Aber es gibt auch Insektenstiche, die unserem Hund sehr schaden können, zum Einen je nachdem an welcher Stelle das Insekt zugestochen hat oder zum Anderen um welches Insekt es sich handelt und welche Erkrankungen es übertragen kann. Gefährliche Insekten, wie die Sandmücke (die Überträger von Leishmanien) kommen auch in Deutschland vor!

Wird unser Hund z.b. am Hals oder Maul gestochen oder sogar im Maul, dann sollte man dafür sorgen, daß diese Stelle nicht zu sehr anschwillt und es evtl. dadurch zu Atemnot kommt. Man kann den Hals mit Eis kühlen, man kann auch Eiswasser in kleinen Schlucken verabreichen oder ihn Eiswürfel lutschen lassen. Allerdings muss man hier auch aufpassen, daß es nicht zuviel des Guten wird, sonst quittiert der Magen-Darm-Trakt dies mit Durchfall.
Auch würde ich persönlich sofort zum Tierarzt fahren, da bei einem Stich in die Zunge z.b. akute Erstickungsgefahr droht. Unser Tierarzt kann dann mit Kortison oder anderen abschwellenden Mittel für schnelle Linderung sorgen.
Daneben gibt es auch bei Hunden Allergiker, die z.b. auf einen Bienenstich mit starkem Hecheln, Erbrechen, Krämpfen, Atmungsschwierigkeiten oder Ohnmacht reagieren. Auch hier ist wieder schnelles Handeln gefragt und der Tierarzt muss hinzugezogen werden.

Verdickte Talgdrüsen:

Auch Talgdrüsen können, wie bei uns Menschen, verstopfen und es entwickeln sich mehr oder weniger grosse "Pickel". Hierbei sammelt sich entweder übermässig viel Talg oder aber durch eine Verstopfung der Drüsen kann dieser nicht wie normal entweichen. Ist dies nicht übermässig gross oder störend, wird meist nichts unternommen, ansonsten werden diese durch den Tierarzt entfernt.

Hiermit ist aber nicht die Talgdrüsenerkrankung namens Sebadentitis gemeint, bei der die Ursache in einer Autoimmunerkrankung vermutet wird. Bei einer Sebadentitis entzünden sich die Talgdrüsen bzw. es kommt zu einer körpereigenen Selbstzerstörung der Talgdrüsen. Als Folge kommt es zu büschelweisem Haarverlust, die betroffenen Hautstellen werden schuppiger und dicker. Leider ist bei dieser Erkrankung der Hundeorganismus sehr anfällig für Sekundärerkrankungen, was zu Juckreiz, Ekzemen, nässenden Wunden etc. führen kann. Hier gilt es vor allen Dingen den Schutzmantel Haut zu stabilisieren und unterstützen. Der Nachweis dieser Erkrankung erfolgt durch eine Biopsie.




Diese Ratschläge sollen bitte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen, sie sollen nur zur Erkennung der verschiedenen Krankheiten dienen und bei kleinen Wehwehchen eine mögliche erste Hilfe aufzeigen. Haftung übernehme ich dafür keine !